Fördermittelrechner für Holzkessel und wasserführende Pelletkaminöfen
Stand Mai 2021
für Förderprogramme des Bundes Jetzt neu mit den Konditionen 2021

Bestandsgebäude

Ein Bestandsgebäude ist ein Gebäude, für das vor mindestens fünf Jahren der Bauantrag gestellt wurde bzw. die Bauanzeige gemacht wurde. Ansonsten handelt es sich um einen Neubau.
Gebäudenetz: Ein Gebäudenetz ist ein nicht-öffentliches Wärmenetz zur ausschließlichen Eigenversorgung von mindestens zwei Gebäuden auf einem oder mehreren Grundstücken desselben Eigentümers. D.h. Wärmeerzeuger und alle geförderten Gebäude müssen denselben Eigentümer haben. Ein Wärmenetz besteht aus folgenden Komponenten: Wärmeerzeugung, ggf. Wärmespeicherung, Wärmeverteilung, Steuer-, Mess- und Regelungstechnik sowie Wärmeübergabe (Anschluss der versorgten Gebäude).
Wärmenetz: Alle anderen Wärmenetze sind demnach Nah- oder Fernwärmenetze (was Energie- und Förderrecht nicht unterscheiden), die im Rahmen der BEG-Förderung als Wärmenetz oder „öffentliches Wärmenetz“ bezeichnet werden. Wenn im Rahmen der BEG-Förderung von Wärmenetzen gesprochen wird, schließt dies Gebäudenetze aus.
Neubauten: Gebäude, deren Bauantrag bzw. Bauanzeige vor max. 5 Jahren eingereicht wurde.

KfW-Teil des Marktanreizprogramms (MAP)

Für Holzkessel größer 100 kW, die in ein Wärmenetz einspeisen, gibt es aus dem KfW-Teil des Marktanreizprogramms (MAP) zinsgünstige Förderkredite mit Tilgungszuschüssen. Diese betragen 20-55 EUR/kW (wenn der APEE-Zusatzbonus beantragt werden kann: insgesamt 31,20 – 71,50 € pro kW). Der KfW-Teil des MAP ist jedoch nicht Inhalt dieses Fördermittelrechners. Bitte informieren Sie sich auf der Webseite der KfW über diese Förderung.

Andere Holzfeuerung

Für andere Holzfeuerungen als die in der Abfrage vorstehend genannten Anlagen gibt es keine Bundesförderung. Ggf. gibt es in Ihrem Bundesland/Landkreis/Kommune dafür ein Förderprogramm. Eine Übersicht finden Sie beim Deutschen Pelletinstitut.

KfW-Teil des Marktanreizprogramms (MAP)

Für streng wärmegeführte Holz KWK-Anlagen (Nennleistung: 100 kW bis 2 MW), die in ein Wärmenetz einspeisen, gibt es aus dem KfW-Teil des Marktanreizprogramms (MAP) zinsgünstige Förderkredite mit Tilgungszuschüssen. Diese betragen 40 EUR/kW. Der KfW-Teil des MAP ist jedoch nicht Inhalt dieses Fördermittelrechners. Bitte informieren Sie sich auf der Webseite der KfW über diese Förderung.

Holzkessel größer 100 kW Nennwärmeleistung

Für Holzkessel größer 100 kW gibt es aus dem KfW-Teil des Marktanreizprogramms (MAP) zinsgünstige Förderkredite mit Tilgungszuschüssen in Höhe von 20-55 € pro kW (wenn der APEE-Zusatzbonus beantragt werden kann ggf. von insgesamt 24-66 € pro kW). Der KfW-Teil des MAP ist in diesen Fördermittelrechner jedoch nicht einbezogen. Bitte informieren Sie sich auf der Homepage der KfW über diese Förderung:

Prozesswärme

Die Wärme der geförderten Holzkessel muss zu über 50 Prozent für Prozesse, d.h. zur Herstellung, Weiterverarbeitung oder Veredelung von Produkten oder zur Erbringung von Dienstleistungen verwendet werden. Maßgeblich ist hierbei die genutzte Wärme, nicht die installierte Leistung. Raumwärme, die nur der Gewährleistung einer ausreichenden Aufenthaltstemperatur für Personen dient, wie auch die Trinkwasserbereitung und über Fernwärmenetze gelieferte Wärme zählt dabei nicht mit. Die Anlage muss 3 Jahre zweckentsprechend verwendet werden. Es empfiehlt sich, vor der Antragstellung mit dem Fördermittelgeber Kontakt aufzunehmen und etwaige offene Fragen zu klären, um sicherzustellen, dass die Anlage auch so beantragt und errichtet wird, wie es für eine Förderfähigkeit notwendig ist.

Investition in die Holzheizanlage

Förderfähig sind die Investitionen in den Wärmeerzeuger, das Brennstofflager, den Wärmespeicher, Mess- und Datenerfassungseinrichtungen und folgende Nebenkosten: Machbarkeitsabschätzungen, Planungskosten, Installationskosten und notwendige Baumaßnahmen zur Aufstellung bzw. Einrichtung der Anlage, des Speichers und des Brennstofflagers.

Zusatznutzen für das Unternehmen

In der EU sind Beihilfen für Unternehmen grundsätzlich verboten, wenn sie nicht auf einer im EU-Förderrecht ausdrücklich erlaubten Ausnahme beruhen. Die Förderung der Prozesswärme beruht auf Ausnahmen zur Förderung Erneuerbarer Energien und der Energieeffizienz. Insofern unterliegt die Förderung von Projekten, die auch einen darüberhinaus gehenden Nutzen für die Unternehmen haben, stärkeren Einschränkungen.

De-Minimis-Beihilfe

Wenn Sie diese Frage mit Ja beantworten, sind die gesamten Investitionskosten förderfähig, ansonsten nur die Investitionsmehrkosten.
Bei „De-Minimis-Beihilfen“ darf die Gesamtförderung des Unternehmens aus allen Fördertöpfen – also nicht nur die Prozesswärmeförderung! – nur maximal 200.000 Euro innerhalb von drei Jahren betragen. Das Unternehmen muss zusichern, dass dies zutrifft. Bei Überschreitung dieses Förderbetrags müssen sämtliche erhaltenen Beihilfen zurückgezahlt werden. Agrarbetriebe sind von De-Minimus-Beihilfen ausgeschlossen.

Das Projekt kann einen Förderbetrag erwarten von:

Die Förderung beträgt % der Investitionsmehrkosten. Dazu muss ein Vergleich mit einer Investition in eine konventionelle Anlage gezogen werden. der gesamten Investition.

Investitionssumme Euro
Referenzkosten Euro
Investitionsmehrkosten Euro
Förderung Euro

Der Förderbetrag wird bei Ihrem Projekt beim Höchstbetrag der Förderung von 10 Mio. gekappt, so dass der Fördersatz bei Ihrer Investition niedriger ausfällt als der Regelfördersatz.

Die Förderung kann als Tilgungszuschuss in Verbindung mit einem zinsgünstigen Förderkredit der KfW oder als direkter Investitionszuschuss des BAFA gewährt werden.
Förderfähige Holzkessel sind:
  • • sämtliche Holzheizkessel, die auch im BEG förderfähig sind.
  • • Holzheizkessel bis 100 kW: Die Möglichkeit der Nutzung des Brennwertes ist zu überprüfen und vom durchführenden Unternehmen zu bestätigen.
  • • Holzkessel ab 100 kW: Sie sind mit Abgaswärmetauscher auszustatten
KWK-Anlagen sind nur förderfähig, wenn sie nicht gleichzeitig nach dem EEG oder dem KWKG gefördert werden.

Anwendung des Förderprogramms „Effiziente Wärmenetze“

Es ist geplant, dass Wärmenetze, die Gebäude versorgen, von denen keines im Eigentum des Anlagenbetreibers ist, zukünftig aus der Bundesförderung effiziente Wärmenetze (BEW) gefördert werden. Dies gilt auch für Holzfeuerungen, die in solche Wärmenetze einspeisen, unabhängig davon, ob diese Wärmenetze bereits bestehen oder neu errichtet werden. Diese Förderung ist allerdings nicht wie urprünglich geplant gemeinsam mit der Bundesförderung effiziente Wärmenetze zum 1. Januar 2021 gestartet. Der Grund: Die beihilferechtliche Prüfung der BEW-Förderrichtlinie durch die EU-Kommission ist noch nicht abgeschlossen. Ein neuer Starttermin kann daher auch noch nicht genannt werden.

Für Holzfeuerungen über 100 kW besteht bis zum Inkrafttreten der BEW weiterhin die Möglichkeit, eine Förderung aus dem KfW-Teil des MAP zu beantragen.

Für Holzfeuerungen bis 100 kW besteht bis zum Inkrafttreten der BEW vorübergehend keine Möglichkeit, eine Förderung zu beantragen.

   Leider besteht bis zum Inkrafttreten der BEW für Holzfeuerungsanlagen bis 100 kW keine Fördermöglichkeit.
   Für Holzkessel größer 100 kW gibt es aus dem KfW-Teil des Marktanreizprogramms (MAP) zinsgünstige Förderkredite mit Tilgungszuschüssen. Diese betragen für Holz-KWK-Anlagen 40 Euro pro kW und für Holzkessel ab 100 kW 20-55 Euro pro kW (und wenn der APEE-Zusatzbonus für den Austausch einer fossilen Heizung beantragt werden kann: insgesamt 26-71,50 Euro pro kW). Der KfW-Teil des MAP ist jedoch nicht Inhalt dieses Fördermittelrechners. Bitte informieren Sie sich auf der Webseite der KfW über diese Förderung.

Anwendung der Neubauförderung der Förderprogramme des CO2-Gebäudesanierungsprogramms der KfW

Holzfeuerungen in neu errichteten Gebäuden werden nicht mehr als Einzelmaßnahme gefördert, sondern nur noch im Rahmen der KfW-Effizienzhausförderung des CO₂-Gebäudesanierungsprogramms. Voraussetzung ist, dass mindestens das Niveau eines KfW-Effizienzhauses 55 erreicht wird. Diese Effizienzhausförderung wird am1. Juli 2021 durch die Förderung durch die BEG Wohngebäude und die BEG Nichtwohngebäude abgelöst.

   Bitte informieren Sie sich auf der Webseite der KfW über die Förderung der Errichtung von neuen Wohngebäuden.
   Bitte informieren Sie sich auf der Webseite der KfW über die Förderung der Errichtung von neuen Nichtwohngebäuden.

Anwendung des Förderprogramms „BEG Einzelmaßnahmen (BEG EM)“

Förderfähige Holzfeuerungsanlagen in der BEG EM sind Pelletkessel, Hackschnitzelkessel, Scheitholzvergaserkessel, wasserführende Pelletkaminöfen und Kombikessel (jeweils ab 5 kW Nennleistung), die wahlweise Scheitholz/Pellets oder wahlweise Scheitholz/Hackschnitzel einsetzen können.
Alle Anlagen müssen wasserführend, also in ein hydraulisches Heizungsverteilsystem mit Heizkörpern eingebunden sein.
Luftführende Pelletkaminöfen und Kessel sind nicht förderfähig.

Der Fördermittelrechner kann für die BEG aufgrund der auf die Investitionskosten bezogenen Fördersätze nur dann ein Ergebnis liefern, wenn Sie eine konkrete Angabe zu den voraussichtlichen förderfähigen Kosten der Anlage machen. Dazu können Sie auf ein konkretes Angebot oder auf eine Schätzung der voraussichtlichen Kosten zurückgreifen.

Unternehmen
Bei Unternehmen sind grundsätzlich nur die Investitionsmehrkosten gegenüber einer Investition ohne Erneuerbare Energien förderfähig. Es ist noch nicht entschieden, bei welcher Art von Projekten trotzdem die gesamten Investitionskosten angesetzt werden dürfen. Bei Unternehmen, die De-Minimis-Beihilfen erhalten können, werden die gesamten Investitionskosten gefördert.
De-Minimis-Beihilfe
Wenn Sie diese Frage mit Ja beantworten, sind die gesamten Investitionskosten förderfähig, ansonsten nur die Investitionsmehrkosten.
Bei „De-Minimis-Beihilfen“ darf die Gesamtförderung des Unternehmens aus allen Fördertöpfen – also nicht nur die Prozesswärmeförderung! – nur maximal 200.000 Euro innerhalb von drei Jahren betragen. Das Unternehmen muss zusichern, dass dies zutrifft. Bei Überschreitung dieses Förderbetrags müssen sämtliche erhaltenen Beihilfen zurückgezahlt werden. Agrarbetriebe sind von De-Minimus-Beihilfen ausgeschlossen.
  Bei Ihrem Projekt können die gesamten förderfähigen Investitionskosten als förderfähige Kosten angesetzt werden.
  Bei Ihrem Projekt werden nur die Investitionsmehrkosten gefördert, (es sei denn, es handelt sich bei Ihrem Projekt um eine Anlagenerweiterung, bei der keine Anlage ausgetauscht wird, oder die zu ersetzende Anlage ist seit maximal 20 Jahren in Betrieb). Bitte geben Sie im Folgenden nur die förderfähigen Investitionsmehrkosten als förderfähige Kosten an.

Zur Ermittlung der Investitionskosten muss unterschieden werden zwischen Anlagenkosten für den Wärmeerzeuger und den Wärmespeicher) und Nebenkosten für die Brennstoffaufbewahrung, den Heizraum, das Abgassystem, die Wärmeverteilung und ggf. die Warmwasserbereitung). Die Nebenkosten gehen zu 100 % in die Investitionsmehrkosten ein. Von den Anlagenkosten müssen die Kosten einer fossilen Referenzanlage abgezogen werden, bevor sie zum Betrag der Nebenkosten addiert werden.

Diese Angaben werden Sie in der Regel nur mit Hilfe eines Fachbetriebs und ggf. von Angeboten für die Holzfeuerung und die fossile Referenzanlage machen können. Bei Bedarf können Sie sich im Merkblatt Förderfähige Kosten darüber informieren, was unter Anlagenkosten und was unter Nebenkosten fällt.
Austauschprämie für Ölheizungen
Wenn Sie eine alte Ölheizung austauschen, die nicht der Austauschpflicht nach EnEV unterliegt, können Sie die Austauschprämie für Ölheizungen erhalten. Diese beträgt bei förderfähigen Holzfeuerungen 45 % für die gesamte Anlage gegenüber 35 % in allen anderen Fällen.
Innovationsbonus
Wird ein Kessel eingebaut, der auf dem Prüfstand max. 2,5 mg Staub emittiert hat, wird der Fördersatz um einen Innovationsbonus in Höhe von 5 Prozentpunkten erhöht.
iSFP-Bonus
Wenn der Einbau der geplanten Holzfeuerungsanlage Bestandteil eines individuellen Sanierungsfahrplans ist, der aus dem Förderprogramm „Bundesförderung für Energieberatung für Wohngebäude“ gefördert wurde und der nicht älter als 15 Jahre ist, wird der Fördersatz um einen Bonus in Höhe von 5 Prozentpunkten erhöht. Dies gilt nur für Wohngebäude.
Gas-Brennwertkessel
Wenn Sie die förderfähige Holzfeuerungsanlage (z.B. einen wasserführenden Pelletkaminofen) mit einem neuen Gas-Brennwertkessel zusammen installieren (die Anlage wird dann zu einer sog. Gas-Hybridheizung), dann sinkt der Fördersatz für die Gesamtanlage um 5 Prozentpunkte auf 40 % im Falle der Austauschprämie für Ölheizungen und auf 30 % in den anderen Förderfällen. Gas-Hybridheizungen sind allerdings nur im Gebäudebestand förderfähig. Im Neubau können Sie in diesem Fall nur die Holzfeuerungsanlage fördern lassen.
Maximal anrechenbare Kosten
Von der Art des Gebäudes hängt ab, wie hoch die maximal anrechenbaren förderfähigen Kosten bei Ihrem Projekt sind. Bei Wohngebäuden sind das 60.000 Euro pro Wohneinheit, bei Nichtwohngebäuden sind das 1.000 Euro pro m² Nettogrundfläche (max. 15 Mio. Euro). Wenn die förderfähigen Kosten die maximal anrechenbaren förderfähigen Kosten überschreiten, dann wird der Fördersatz nur auf die maximal anrechenbaren förderfähigen Kosten bezogen. Der effektive Fördersatz fällt dann niedriger aus als der nominellen Fördersatz.
Wohnungen
Anzahl der Wohnungen
Die maximal anrechenbaren förderfähigen Kosten betragen bei Wohngebäuden pro Wohnung 60.000 Euro. Daher wird die Angabe der Zahl der Wohnungen zur Berechnung der Förderung benötigt.
Nettogrundfläche NGF
NGF = Nutzfläche des Nichtwohngebäudes, die beheizt oder gekühlt wird
Vorsteuerabzugsberechtigung
Vorsteuerabzugsberechtigte Zuwendungsempfänger sind in der Regel Unternehmen. Diese können die Mehrwertsteuer von Leistungen, die sie bezogen haben, bei der Mehrwertsteuererklärung abziehen. Bei vorsteuerabzugsberechtigten Zuwendungsempfängern wird der Fördersatz auf die Nettokosten bezogen, bei allen anderen auf die Bruttokosten.
Förderfähige Kosten der Holzfeuerung
Die förderfähigen Kosten umfassen alle mit dem Heizungstausch verbundenen Maßnahmen und Geräte wie Pufferspeicher, Lager- und Transportsysteme. Dazu gehören neben den Anschaffungskosten der geförderten Holzfeuerungsanlage und ggf. der Solarthermieanlage auch die in unmittelbarem Zusammenhang mit der Installation und Inbetriebnahme stehenden notwendigen Maßnahmen, wie:
    - Deinstallation und Entsorgung der Altanlage inkl. ggf. Tank
    - Optimierung des Heizungsverteilsystems (Anschaffung und Installation von Flächen-und Niedertemperaturheizkörpern, Verrohrung, Hydraulischer Abgleich, Einstellen Heizkurve etc.)
    - Anschaffung/Installation von Speichern bzw. Pufferspeichern
    - Schornsteinsanierung
    - Notwendige Wanddurchbrüche



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